Als Gorbatschow die Mauer öffnete

Montagsdemonstration in Leipzig: Nach Friedensgebeten in mehreren Kirchen versammelten sich am 29. Januar 1990 erneut rund 100.000 Menschen auf dem Karl-Marx-Platz (heute: Augustusplatz).

Die Friedliche Revolution in der DDR ist in deutschen Schulbüchern nur am Rande ein Thema. Der riskante Freiheitskampf der Ostdeutschen schrumpft dabei zu einer Folge außenpolitischer Veränderungen. Am Ende verfolgten die protestierenden DDR-Bürger vor allem egoistisch anmutende Motive. Ein Streifzug durch bundesdeutsche Lehrwerke zum Geschichtsunterricht.

Von Hubertus Knabe

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Umsturz in Görlitz

Der Bahnhof von Görlitz war 1953 Schauplatz des Volksaufstandes vom 17. Juni. Wie zahlreiche andere öffentliche Gebäude der Stadt wurde er von Demonstranten besetzt.

Die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters in Görlitz hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Der Kandidat der CDU konnte sich nur knapp gegenüber dem der AfD durchsetzen. Vor 66 Jahren stand in der östlichsten deutschen Stadt schon einmal ein Oberbürgermeister im Zentrum des Geschehens – beim Volksaufstand am 17. Juni 1953.

Von Hubertus Knabe

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Tod eines Dissidenten

Der Schriftsteller und DDR-Dissident Jürgen Fuchs war 9 Monate im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen inhaftiert.

Vor 20 Jahren starb der Schriftsteller Jürgen Fuchs. Wie kaum ein anderer legte er in seinen Büchern bloß, wie die sozialistische Diktatur im Osten Deutschlands funktionierte. Seine Beschreibungen des Lebens in der DDR erscheinen heute wie zeitlose Kammerstücke über menschliches Verhalten in der Diktatur. Trotzdem ist der Dissident weitgehend in Vergessenheit geraten. Warum?

Von Hubertus Knabe

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