Gysis Mission

Originalbeschriftung; ADN-ZB Weisflog 20.11.90-fd- Cottbus: Wahlkampf Die Klebekolonnen, die allerorten durch die Lande ziehen, um die "Wahlkämfer" ins rechte Licht zu rücken, haben offensichtlich nicht nur viel zu tun, sondern auch ein gerüttelt Maß Humor.

Vor 30 Jahren wurde die Diktatur der SED in Ostdeutschland gestürzt. Zwei Berliner Zeitungen nehmen dies zum Anlass, über den „Geist von 1989“ zu sprechen. Auskunft geben soll kein ehemaliger Sprecher der Oppositionsbewegung Neues Forum und auch kein Teilnehmer der Montagsdemonstrationen in Leipzig. Besprochen werden soll dies mit dem letzten Vorsitzenden der SED, Gregor Gysi. Für welchen Geist stand der Bundestagsabgeordnete der Linken im Herbst 1989? Eine Erinnerung.

Von Hubertus Knabe

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Ende einer Kanzlerschaft

Vor 45 Jahren trat Willy Brandt vom Amt des Bundeskanzlers zurück. In den frühen Morgenstunden des 24. April 1974 war sein persönlicher Referent Günter Guillaume als Stasi-Agent verhaftet worden.
Ausgerechnet die DDR, mit deren Führung er unter Preisgabe seiner früheren kritischen Positionen eine Verständigung gesucht hatte, war für das vorzeitige Ende seiner Kanzlerschaft verantwortlich. Wie konnte ein DDR-Spion ins Machtzentrum der Bundesrepublik gelangen? Eine Spurensuche in den Stasi-Akten.

Von Hubertus Knabe

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Der Blick nach rechts

Klingelschild der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin. Vorstandsvorsitzende Anetta Kahane arbeitete früher für den DDR-Staatssicherheitsdienst.

Kritiker des Kommunismus als „rechtsradikal“ zu diskreditieren, hat eine lange Tradition. Schon der Volksaufstand am 17. Juni 1953 wurde von der SED als „faschistischer Putschversuch“ bezeichnet. Und vom Glauben an den Sozialismus abgefallene Intellektuelle wurden als rechte „Kalte Krieger“ verunglimpft. Dabei war der DDR-Staatssicherheitsdienst selbst nicht zimperlich, wenn es darum ging, auf der rechtsradikalen Klaviatur zu spielen.

Von Hubertus Knabe

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