DDR-Geschichte

Die DDR bestand nicht nur aus dem Staatssicherheitsdienst. Hier finden Sie einige Aufsätze von Dr. Hubertus Knabe zu anderen Aspekten der DDR-Geschichte.


“Ideen übersteigen die Grenzen“ – Aufzeichnungen vom Budapester KSZE-Kulturforum

Künstler aus allen am KSZE-Prozess beteiligten Staaten sollten 1985 bei einer diplomatischen Konferenz in Budapest zum ersten Mal direkt miteinander ins Gespräch kommen. Aus Deutschland kamen dazu unter anderem Pina Bausch, Günter Grass, Rolf Hochhuth, Willi Sitte, Hermann Kant und Stephan Hermlin. Doch die östlichen Delegationen traten in erster Linie als Sprachrohr ihrer Regierungen auf und betonten die Verantwortung des Künstlers für den Frieden. Die westlichen Vertreter setzten sich dagegen vor allem für die Freiheit der Kunst von staatlichen Zwängen ein. Dementsprechend saß der aus der DDR vertriebene Schriftsteller Reiner Kunze in der bundesdeutschen Delegation. Der Beitrag beschreibt die deutsch-deutschen Debatten auf dem KSZE-Kulturforum und dokumentiert Reiner Kunzes Erklärung im Wortlaut.

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“Der Mensch mordet sich selbst.” Ökologiekritik in der DDR-Literatur

Die DDR gehörte zu den Staaten mit der größten Umweltverschmutzung der Welt. Anders als es die marxistische Theorie vorausgesagt hatte, sorgte die „Vergesellschaftung“ der Produktionsmittel keineswegs für einen vernünftigeren Umgang mit den Ressourcen der Natur – im Gegenteil. Die Folgen der rücksichtslosen Ausbeutung der Natur im Sozialismus gehörten zu den am besten gehüteten Staatsgeheimnissen der DDR. Nur in der Belletristik fanden sich vereinzelt Hinweise auf den katastrophalen Zustand der Umwelt. Der Text gibt einen Einblick in das, was die Schriftsteller in der DDR beunruhigte.

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