David gegen Goliath

Nicht prominente Bürgerrechtler, sondern unbekannte DDR-Bürger sorgten vor 30 Jahren für den Untergang der Stasi. Sie besetzten deren Dienststellen und machten den fast 100.000 Mann starken Überwachungsapparat handlungsunfähig. Am 15. Januar 1990 wurde auch das Hauptquartier in Berlin erobert. Doch die Besetzer werden in Deutschland nur selten gewürdigt.

Von Hubertus Knabe

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Der Tod des Sekretärs

Die SPD-Politiker Manfred Stolpe und Oskar Lafontaine bei einer Wahlkampfveranstaltung im Landtagswahlkampf 1990 in Brandenburg

Am 29. Dezember starb der frühere Ministerpräsident von Brandenburg, Manfred Stolpe. Die Bundeskanzlerin würdigte ihn als „Gesicht und Stimme“ Brandenburgs, der Bundespräsident als “überragende politische Persönlichkeit”. Selbst Linken-Ministerpräsident Bodo Ramelow lobte seine Verdienste als „Brückenbauer“. Das Wichtigste ließen die offiziellen Nachrufe indes unerwähnt – Stolpes langjährige Zusammenarbeit mit dem DDR-Staatssicherheitsdienst.

Von Hubertus Knabe

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Die Akte “Bernstein”

Die neuen Besitzer des Berliner Verlages, Silke und Holger Friedrich, in einem Berliner Rundfunkstudio (2019). Holger Friedrich arbeitete unter dem Decknamen "Peter Bernstein" zeitweise für den DDR-Staatssicherheitsdienst.

Der neue Besitzer der Berliner Zeitung, Holger Friedrich, wurde Mitte November als ehemaliger Stasi-Mitarbeiter enttarnt. Entgegen seiner Behauptung, niemals „aktiv“ für die Stasi gearbeitet zu haben, legt seine Akte als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) einen anderen Schluss nahe. Eine Analyse des IM-Vorgangs „Peter Bernstein“ mit den wichtigsten Dokumenten zum Download.

Von Hubertus Knabe

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