Keine Lust zum Feiern

Am 3. Oktober 1990, dem Tag der Wiedervereinigung Deutschlands, versammelten sich Hunderttausende vor dem Berliner Reichstag, vor dem um Mitternacht die schwarz-rot-goldene Bundesfahne gehisst wurde.

In diesem Jahr begeht Deutschland den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der DDR. Massenflucht und Montagsdemonstrationen führten im Herbst 1989 zur Absetzung von Staats- und Parteichef Erich Honecker. Es folgten Mauerfall, freie Wahlen und die Wiedervereinigung – alles ohne Blutvergießen. Trotzdem will keine rechte Feierstimmung aufkommen. Warum?

Von Hubertus Knabe

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Auferstanden in Ruinen

Verfallene Häuser in der Innenstadt von Wismar während der SED-Herrschaft in der DDR. Im Hintergrund die Nikolaikirche.

Der Berliner Senat hat beschlossen, die Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre einzufrieren. Einen solchen Mietendeckel gab es schon in der DDR. Während Preise und Löhne stiegen, waren die Mieten dort gesetzlich festgeschrieben. Wozu führte der staatliche Eingriff in den Immobilienmarkt? Ein Rückblick auf die Wohnungspolitik im real existierenden Sozialismus.

Von Hubertus Knabe

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Umsturz in Görlitz

Der Bahnhof von Görlitz war 1953 Schauplatz des Volksaufstandes vom 17. Juni. Wie zahlreiche andere öffentliche Gebäude der Stadt wurde er von Demonstranten besetzt.

Die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters in Görlitz hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Der Kandidat der CDU konnte sich nur knapp gegenüber dem der AfD durchsetzen. Vor 66 Jahren stand in der östlichsten deutschen Stadt schon einmal ein Oberbürgermeister im Zentrum des Geschehens – beim Volksaufstand am 17. Juni 1953.

Von Hubertus Knabe

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