Die volkseigene Erfahrung

Montagsdemonstration am 29. Januar 1990 in Leipzig: Rund 100.000 Menschen demonstrierten auf dem Karl-Marx-Platz

Im Landtagswahlkampf in Brandenburg beruft sich die AfD auf die Friedliche Revolution von 1989. Medien und einstige Bürgerrechtler laufen dagegen Sturm. Doch warum wird die DDR im Osten plötzlich wieder zum Thema? Ein Erklärungsversuch.

Von Hubertus Knabe

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Keine Lust zum Feiern

Am 3. Oktober 1990, dem Tag der Wiedervereinigung Deutschlands, versammelten sich Hunderttausende vor dem Berliner Reichstag, vor dem um Mitternacht die schwarz-rot-goldene Bundesfahne gehisst wurde.

In diesem Jahr begeht Deutschland den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der DDR. Massenflucht und Montagsdemonstrationen führten im Herbst 1989 zur Absetzung von Staats- und Parteichef Erich Honecker. Es folgten Mauerfall, freie Wahlen und die Wiedervereinigung – alles ohne Blutvergießen. Trotzdem will keine rechte Feierstimmung aufkommen. Warum?

Von Hubertus Knabe

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Die letzten Tage des Sozialismus

Berlin: 40. Jahrestag DDR/ Parade/ Offizieller Bildtext der DDR: Eine Ehrenparade der Nationalen Volksarmee leitete die Feierlichkeiten am 7.Oktober ein. Auf der Ehrentribüne in der Karl-Marx-Allee wurden herzlich begrüßt der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, und weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung der DDR sowie der Generalsekretär des ZK der KPdSU und Vorsitzende des Obersten Sowjets der UdSSR, Michail Gorbatschow (7.v.l.), und weitere Repräsentanten aus dem Ausland.

30 Jahre ist es her, dass die DDR in die größte politische Krise ihrer Geschichte geriet – die sie bekanntlich nicht überlebte. Sahen die Funktionäre der SED das drohende Ende auf sich zukommen? Oder vertrauten sie blind der eigenen Propaganda? Ein von der Stasi abgehörtes Gespräch zweier Funktionäre zeigt in seltener Offenheit, wie man vor 30 Jahren im DDR-Apparat dachte. Eine Zeitreise.

Von Hubertus Knabe

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