001 Feindbild Israel

PLO-Chef Jassir Arafat bei Staats- und Parteichef Erich Honecker am zweiten Tag seines offiziellen Freundschaftsbesuchs in der DDR im März 1982

Antiisraelische Propaganda gehörte in der DDR zum Alltag. Die SED unterstützte aber auch diverse arabische Terrororganisationen. In dem Podcast beleuchtet der Historiker Dr. Hubertus Knabe den jahrzehntelangen Kampf der SED gegen den jüdischen Staat.

Beim verdeckten Krieg gegen Israel ging es nicht nur um Waffenlieferungen. Auch die Stasi spielte eine zentrale Rolle. In geheimen Stützpunkten wie dem „Objekt 74“ bildete sie Kämpfer aller Art in Waffen- und Sprengstoffgebrauch aus. Weltweit gesuchte Terroristenführer wie Abu Nidal oder Wadi Haddad, die für Dutzende Anschläge verantwortlich waren, durften die DDR als Rückzugsort und Operationsbasis nutzen. Auch Links- und Rechtsterroristen aus der Bundesrepublik fanden beim Staatssicherheitsdienst Unterschlupf.

In dem Podcast erinnert der Historiker an den jahrzehntelangen Kampf der DDR gegen Israel, der oft genug auch antisemitische Züge trug. Und er berichtet von einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) zum Thema, bei der ausgerechnet eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin referieren durfte.

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(1) Bundesarchiv, Bild 183-1982-0310-027 / CC-BY-SA 3.0

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Feindbild Israel

Jassir Arafat besucht im November 1971 das Brandenburger Tor in Ost-Berlin. Es steht im Grenzgebiet der DDR, das DDR-Bürger nicht betreten dürfen.

Ein mutmaßlicher Rechtsextremist wollte in einer Synagoge ein Massaker anrichten. Der Anschlag von Halle wirft die Frage auf: Woher kommt ein derartiger Judenhass? Eine Wurzel könnte in der jahrzehntelangen antizionistischen Propaganda in der DDR liegen, deren Geheimpolizei auch arabische Terrororganisationen unterstützte. Darüber wollte eine Veranstaltung in Berlin aufklären – ausgerechnet mit einer ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin.

Von Hubertus Knabe

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