Vor 30 Jahren wurde in der DDR die D-Mark eingeführt. Von der Währungsunion profitierten paradoxerweise vor allem die Funktionäre. Denn über Nacht wurde die umbenannte SED zur reichsten Partei Deutschlands. Auch die überhöhten Renten der Genossen wurden fortan in Devisen ausgezahlt – bis heute.
Die Thüringer CDU will dem Linken-Politiker Bodo Ramelow am 4. März ins Amt des Ministerpräsidenten verhelfen. Die Folgen dieser Entscheidung sind gravierend. Sie beschleunigt die Selbstzerstörung der Christdemokraten und stärkt eine Partei, die in Deutschland den Systemwechsel will.
Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) häufte im Laufe ihrer vierzigjährigen Diktatur in der DDR ein riesiges Vermögen an. Als sie 1989 gestürzt wurde, sorgte ihr letzter Vorsitzender Gregor Gysi dafür, dass ein Großteil ihres Besitzes in dunklen Kanälen verschwand. Was ist aus dem Schatz der SED geworden? Eine Spurensuche.
6,3 Milliarden DDR-Mark – so viel betrug nach Angaben der PDS 1989 allein das Geldvermögen der SED. Hinzukamen diverse Firmen, fast 1700 Immobilien sowie geheime Firmen und Konten im Ausland. Als die Treuhandanstalt im August 1991 sämtliche Parteikonten beschlagnahmte, waren von dem SED-Vermögen nur noch 200 Millionen D-Mark übriggeblieben.
In dem Podcast der Reihe „Ostkreuz“ erzählt der Berliner Historiker Dr. Hubertus Knabe, wie die SED-PDS unter ihrem Vorsitzenden Gregor Gysi ihr Vermögen verschwinden ließ. Er berichtet von Strohmännern, Tarnfirmen und schwarzen Kassen, von einer panischen Reise Gysis nach Moskau und vom Unfalltod zweier Kronzeugen – eine Geschichte, die Stoff gleich für mehrere Krimis bietet.