DDR-Opposition

Der lange Weg zur Opposition. Unabhängige politische Bestrebungen 1983 bis 1988

In der vierzigjährigen Geschichte der DDR kommt den 1980-er Jahren eine besondere Bedeutung zu. Zu keinem anderen Zeitpunkt waren die Bemühungen der SED-Führung um innere und äußere Anerkennung ih­rer Herrschaft so erfolgreich wie in diesem Jahrzehnt. Und doch for­mierte sich gerade zu dieser Zeit zum ersten Mal eine politische Gegenkraft, die die SED trotz aller Bemühungen nicht in den Griff bekam. Der Aufsatz beschreibt, wie sich unter der Oberfläche des DDR-Staates der Widerstand entwickelte.

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Zur Entwicklung des politischen Widerspruchs in der DDR bis zum Herbst 1989

Seit dem Ende der DDR hat es sich eingebürgert, von „Opposition“ zu sprechen, wenn es um kritische Aktivitäten und Proteste geht, die sich gegen das SED-Regime richteten. Tatsächlich war die Herausbildung einer politischen Opposition in der DDR aber ein langer, widersprüchlicher und im Vergleich zu anderen sozialistischen Staaten auch verspätet einsetzender Prozess. Bis weit in die zweite Hälfte der 1980-er Jahre haben nur sehr wenige Kritiker der SED diesen Begriff für sich in Anspruch genommen. Der Text skizziert die schwierige Geburt der „DDR-Opposition“, ohne deren Kenntnis unverständlich bleiben muss, warum die oppositionellen Gruppen nach der Friedlichen Revolution so schnell wieder an Bedeutung verloren.

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Die Einsamkeit des Widerstands – ein Essay

Wie verhält sich der Mensch in der Diktatur? Wohin neigt er, wenn er sich zwischen Gewissen und Macht entscheiden muss? Diese Fragen stellen sich auch mit Blick auf die DDR. Der Theologe Ehrhart Neubert gilt als einer der scharfsinnigsten Beobachter der ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung. In den 1980-er Jahren analysierte er für den DDR-Kirchenbund die politischen Proteste in Ostdeutschland. Nach der Friedlichen Revolution forschte er in der Stasi-Unterlagen-Behörde. 1997 erschien seine umfassende Geschichte der DDR-Opposition. Sie ist Gegenstand dieses Essays.

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Nachrichten aus einer anderen DDR. Inoffizielle politische Publizistik in Ostdeutschland in den achtziger Jahren

Die westdeutsche DDR-Forschung hat sich in den 1970-er und 1980-er Jahren nahezu ausschließlich auf offizielle Quellen gestützt – entsprechend verzerrt waren ihre Analysen. Dabei gab es zumindest im letzten Jahrzehnt der DDR eine wachsende Zahl inoffizieller Publikationen, die ein ganz anderes Bild des Sozialismus zeichneten. Der Text stellt die wichtigsten von ihnen vor.

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Sprachrohr oder Außenseiter? Zur gesellschaftlichen Relevanz der unabhängigen Gruppen in der DDR

Wie stark waren die regierungskritischen Gruppen in der DDR? Welchen Zuspruch fanden sie in der ostdeutschen Gesellschaft? Solange die SED an der Macht war, durfte kein Wissenschaftler diese Frage empirisch untersuchen. Auch repräsentative Befragungen der Bevölkerung zu diesem Thema waren in der SED-Diktatur nicht möglich. Nur eine Institution hatte den Auftrag, die Kritiker des Politbürokratie genau zu beobachten: das Ministerium für Staatssicherheit. Der Text beschreibt, zu welchen Ergebnissen es kam. 

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Was war die „DDR-Opposition“? Zur Typologie des politischen Widerspruchs in Ostdeutschland

Der Begriff „DDR-Opposition“ ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Denn in totalitären Diktaturen kann es schon qua definitionem keine Opposition geben. Viele Kritiker des real existierenden Sozialismus verstanden sich auch gar nicht als Oppositionelle, sondern wollten das DDR-System verbessern. Wie also soll man die Kritiker der SED benennen? Der Text macht dazu einen Vorschlag.

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Politische Opposition in der DDR. Ursprünge, Programmatik, Perspektiven

Die westdeutsche DDR-Forschung hat die wachsende Zahl systemkritischer Gruppen in Ostdeutschland in den 1980-er Jahren nahezu vollständig ignoriert. Als diese im Herbst 1989 plötzlich eine politische Schlüsselrolle zu spielen begannen, gab es deshalb so gut wie keine wissenschaftliche Analysen über deren Vorstellungen und Akteure. Der Aufsatz beschreibt erstmals die neue Oppositionsbewegung in der DDR.

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Neue soziale Bewegungen im Sozialismus. Zur Genesis alternativer politischer Orientierungen in der DDR

In den 1980-er Jahren befassten sich westliche Sozialwissenschaftler intensiv mit dem Aufkommen der Umwelt-, Frauen- und Friedensbewegung – den „neuen sozialen Bewegungen“, wie sie genannt wurden. Allerdings richteten die Forscher ihr Augenmerk ausschließlich auf westliche Gesellschaften. Der Aufsatz versucht erstmals, den Erklärungsansatz auch auf die DDR zu anzuwenden.

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