Staatssicherheitsdienst

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) spielte eine Schlüsselrolle in der DDR. Hier finden Sie ausgewählte Texte von Dr. Hubertus Knabe über das Vorgehen der Stasi bis 1989.


Strafen ohne Strafrecht. Zum Wandel repressiver Strategien in der Ära Honecker

Die Herrschaft der SED beruhte auf einem anderen System der Unterdrückung als der Nationalsozialismus. Im Laufe von 40 Jahren entwickelte die DDR-Führung ein komplexes Instrumentarium der Überwachung und Verfolgung, das in der Amtszeit von Erich Honecker systematisch ausgebaut und verfeinert wurde. Der Beitrag analysiert das System der “lautlosen” Repression, zu dem auch die berüchtigten Zersetzungsmaßnahmen zählten.

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Die Rechtsstelle der Stasi

Wozu brauchte der DDR-Staatssicherheitsdienst eine Rechtsstelle – wo er doch sonst das Recht mit Füßen trat? Tatsächlich spielte die Rechtsstelle im Ministerium für Staatssicherheit mit seinen 91.000 hauptamtlichen Mitarbeitern nur eine marginale Rolle. Dass sie zeit ihrer Existenz nie mehr als ein Dutzend Mitarbeiter beschäftigte, sagt viel über die Stellung des Rechts in der Geheimpolizei der SED aus. Und dennoch: Im Zuge der „Verrechtlichung“ der kommunistischen Diktatur wurde die Rechtsstelle verstärkt um fachliche Unterstützung gebeten – zum Beispiel als die Stasi nach einer Begründung suchte, warum der kirchliche Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ illegal war.

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Die feinen Waffen der Diktatur. Nicht-strafrechtliche Formen politischer Verfolgung in der DDR

Die Diktatur der SED währte über 40 Jahre – mehr als dreimal so lang wie der Nationalsozialismus. Während sie anfangs ihre Macht mit brutaler Gewalt durchsetzte, stütze sie sich später auf weniger „grobe“ Herrschaftsmethoden. Der Methodenwandel hing nicht nur mit der langen Dauer der SED-Diktatur zusammen, sondern auch mit inneren und äußeren Zwängen, denen sich die DDR-Führung zusehends ausgesetzt sah. Der Aufsatz untersucht, wie die SED ihre Macht verteidigte, auch ohne ihre Kritiker alle ins Gefängnis zu werfen.

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Die geheimen Lager der Stasi – eine Analyse

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR plante, im Spannungs- und Verteidigungsfall Tausende DDR-Bürger in Lagern zu inhaftieren. Die streng geheimen Planungen wurden erst nach Öffnung der Stasi-Akten bekannt. Der Aufsatz zeigt erstmals anhand von Dokumenten, wie die Massenverhaftungen durchgeführt werden sollten.

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