Interviews

Der Berliner Historiker Dr. Hubertus Knabe hat sich in zahlreichen Interviews zur DDR, zum Kommunismus und zur Rolle der Linkspartei in Deutschland geäußert. Einige der Interviews finden Sie hier.

„Ich war noch nie so frei wie jetzt“

Am 11. Augst 2017 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Schlechte Erfahrungen – Tagesschau-Bericht über den Besuch von Angela Merkel in der Gedenkstätte Hohenschönhausen 2017, links halb verdeckt: der Berliner Kultursenator Klaus Lederer

Nach zweijährigem Schweigen spricht Hubertus Knabe erstmals über die Hintergründe seiner Entlassung als Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im September 2018. Ein Interview der Berliner Morgenpost.

16.08.2020. September 2018, in Berlin berichtet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), dass der stellvertretende Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben soll. Die Aufregung ist verständlicherweise groß, in der Folge wird der Mann entlassen, wenig später aber auch der langjährige Direktor Hubertus Knabe. Völlig überraschend. Weiterlesen


„Marx – ein Vordenker der Diktatur“

Marx, Engels, Lenin, Stalin waren die Ikonen des Kommunismus. Sie zierten tausendfach die Wände in der DDR.
Vordenker des Kommunismus – Propagandabild mit den Köpfen von Marx, Engels, Lenin und Stalin

Von der aktuellen Marx-Euphorie hält Hubertus Knabe wenig. Der wissenschaftliche Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen plädiert im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung für einen kritischen Umgang mit der Ikone.

30.04.2018. In Deutschland scheint es eine große Karl-Marx-Renaissance zu geben. Selbst Kardinal Reinhard Marx schwärmt von seinem Namensvetter, dem Theoretiker des Kommunismus. Warum hat Deutschland die Schrecken der Versuche vergessen, marxistisches Denken zu verwirklichen? Weiterlesen


Marx-Denkmal in Trier: „Die Opfer sind entsetzt“

Zum 200. Geburtstag errichtet seine Heimatstadt Trier Karl Marx ein Denkmal. Ist das zeitgemäß? Auf keinen Fall, sagt der Historiker Hubertus Knabe. Er ist überzeugt: Trier hätte das Geschenk aus China ablehnen sollen.

15.04.2018. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag erklärt der Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen Stasi-Gefängnis, warum er Marx für überschätzt hält – und warum Stasi-Opfer über die Statue entsetzt sind. Hier geht es zum Download des Interviews.


Was wir über die DDR-Diktatur immer noch nicht wissen

Heute vor 25 Jahren wurden die Stasi-Akten geöffnet. Ein Gespräch der Augsburger Allgemeinen über das Vergessen und letzte DDR-Geheimnisse.

02.01.2017. Hubertus Knabe kämpft gegen das Vergessen. Er leitet die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. In der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi lebt die Erinnerung an das DDR-Regime weiter. Seit genau 25 Jahren haben Bürger das Recht, ihre eigenen Stasi-Unterlagen einzusehen. Für Knabe ist die Aufarbeitung damit aber längst nicht abgeschlossen. Weiterlesen


Knabe: „Die alten Eliten sind nicht abgetreten“

Im Interview mit dem "Kolpingmagazin" erklärt der Historiker Hubertus Knabe, was bei der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 schief gelaufen ist - und welche Folgen dies bis heute hat.

Im Interview mit dem Kolpingmagazin erklärt der Historiker Hubertus Knabe, was bei der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 schief gelaufen ist – und welche Folgen dies bis heute hat.

15.05.2015. Hubertus Knabe ist Germanist, Historiker und promovierter Politikwissenschaftler. Von 1992 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin. Er leitete 18 Jahre lang die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Hier geht es zum Download des Interviews:


„Die Verklärung der SED-Diktatur wird akzeptiert“

Der Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen ist einer der stärksten Fürsprecher eines Verbots von DDR-Symbolen. Die Berliner Morgenpost sprach mit ihm über verlorene Sensibilität und Merkels Vergangenheit.

21.05.2013. Morgenpost: Herr Knabe, überall in Berlin stößt man täglich auf Symbole der DDR, verkleidete „Grenzer“ stempeln als Gaudi Papiere von Touristen ab, am Checkpoint Charlie werden kiloweise NVA-Souvenirs verkauft. Warum ist dann der Aufschrei so groß, wenn an einem Tag auch noch Soldaten eines Stasi-Regiments in Uniform durch den Treptower Park marschieren? Weiterlesen


„Stasi-Leute haben im Parlament nichts verloren“

Profiteure der Einheit – Wahlplakat der PDS zur Bundestagswahl 1994 in Wismar (Foto: Sludge G, CC BY-SA 2.0)

Der DDR-Experte Hubertus Knabe in der Süddeutschen Zeitung über Gregor Gysis Auftritt im Bundestag, dessen Stasi-Verstrickungen, die Rolle der Linkspartei und warum ehemalige SED-Kader die Gewinner der Deutschen Einheit sind.

17.05.2010. Hubertus Knabe ist Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. In seinem Buch „Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur“ zeigt er am Beispiel Gregor Gysis, wie die Verstrickung mit der Stasi im Nachhinein verschleiert wird. Weiterlesen


„Koalition schnell beenden“

Nach einem neuen Stasi-Fall im Brandenburger Landtag gerät die rot-rote Koalition von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) schwer unter Druck. Im Interview mit der Berliner Morgenpost rät der Historiker Hubertus Knabe, das Bündnis mit den Postkommunisten zu beenden.

03.12.2009. Wie kaum ein anderer kennt sich der Historiker Hubertus Knabe mit dem Fortleben alter Stasi- und SED-Kader im vereinten Deutschland aus – er hat die Bücher „Die Täter sind unter uns“ und „Honeckers Erben“ veröffentlicht. Weiterlesen


“Die Stasi wollte die Proteste anheizen“

Erschossen von einem Stasi-Informanten – Stele für den Studenten Benno Ohnesorg in Berlin-Charlottenburg

Der Historiker Hubertus Knabe spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über den Einfluss der DDR-Spionage auf die Bundesrepublik, die Studentenbewegung und die Irritation, die entsteht, wenn wichtige Stasi-Akten wie die des Polizisten, der Benno Ohnesorg erschoss, so lange nach Gründung der Birthler-Behörde zufällig gefunden werden.

23.05.2009. Tagesspiegel: Herr Knabe, wird sich etwas an der Beurteilung deutscher Geschichte ändern, weil der Todesschütze Benno Ohnesorgs für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet hat? Weiterlesen


Konfrontation mit der Vergangenheit – Gespräch mit Hubertus Knabe

Junge Menschen wissen kaum noch etwas über das Leben in der SED-Diktatur. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat mit der Berliner Morgenpost einen Projekttag durchgeführt, um das zu ändern.

16.02.2009. Den Abschluss unseres Projekttages bildete ein Gespräch mit Hubertus Knabe, dem Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Unser größtes Interesse lag darin zu erfahren, wie er als Westdeutscher zu dieser Aufgabe gekommen ist. Dabei erfuhren wir auch, wieso Knabe selbst ins Visier der Stasi geraten ist. Weiterlesen


„Ingo Steuer hat nichts dazu gelernt“

Im Interview mit der Berliner Morgenpost spricht der Historiker Hubertus Knabe über die Aufarbeitung der Stasivergangenheit im deutschen Sport, fehlende Reue der Täter und den Umgang mit den Spitzeln.

18.03.2007. Hubertus Knabe: Ich finde es befremdlich, dass sich Herr Steuer von einer solchen
Organisation das Ticket bezahlen lässt. Er zeigt damit, dass er nichts dazugelernt hat. Dieser
Freundeskreis lobt öffentlich die „Vorzüge“ und „Errungenschaften“ der SED-Diktatur und
verteufelt die Wiedervereinigung als „Anschluss“. Weiterlesen


Ein Mahnmal mit klarer Botschaft

Erinnerung an die Mauertoten – Mahnmal am Checkpoint Charlie 2004 (Foto: Magnus Manske, CC BY-SA 2.0)

Der Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen spricht im Berliner Tagesspiegel über das neue Mauermahnmal am Checkpoint Charlie.

03.11.2004. Tagesspiegel: Herr Knabe, Sie haben die Mauerinstallation am Checkpoint Charlie gesehen. Entgegen früherer Aussagen sind Sie auf einmal angetan davon. Warum haben Sie ihre Meinung geändert? Weiterlesen


Hubertus Knabe über die Aufarbeitung der Stasi-Akten und Spione im Westen

Knabe, einer der profiliertesten SED-Forscher, verlässt die Gauck-Behörde zum 1. Dezember und wird wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen Zentralgefängnis der Stasi. Ein Interview mit dem Berliner Tagesspiegel.

24.09.2000. Der Historiker Hubertus Knabe arbeitet seit 1992 als Historiker in der Gauck-Behörde. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die West-Arbeit des MfS. Weiterlesen


Hubertus Knabe über die Westarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit

Der Berliner Tagesspiegel im Gespräch mit dem wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gauck-Behörde, Hubertus Knabe.

01.08.1999. Tagesspiegel: Herr Knabe, hat sich der Generalbundesanwalt schon bei Ihnen gemeldet, um von Ihnen Informationen über die Machenschaften der Stasi-Agenten im Westen zu erhalten? Weiterlesen