Interviews

Der Berliner Historiker Dr. Hubertus Knabe hat sich in zahlreichen Interviews zur DDR, zum Kommunismus und zur Rolle der Linkspartei in Deutschland geäußert. Einige der Interviews finden Sie hier.

Marx-Denkmal in Trier: „Die Opfer sind entsetzt“

Marx, Engels, Lenin, Stalin waren die Ikonen des Kommunismus. Sie zierten tausendfach die Wände in der DDR.
Die Ikonen des Kommunismus: Marx, Engels, Lenin, Stalin

Zum 200. Geburtstag errichtet seine Heimatstadt Trier Karl Marx ein Denkmal. Ist das zeitgemäß? Auf keinen Fall, sagt der Historiker Hubertus Knabe. Er ist überzeugt: Trier hätte das Geschenk aus China ablehnen sollen.

Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag erklärt der Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen Stasi-Gefängnis, warum er Marx für überschätzt hält – und warum Stasi-Opfer über die Statue entsetzt sind.

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„Marx – ein Vordenker der Diktatur“

Von der aktuellen Marx-Euphorie hält Hubertus Knabe wenig. Der wissenschaftliche Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen plädiert im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung für einen kritischen Umgang mit der Ikone.

In Deutschland scheint es eine große Karl-Marx-Renaissance zu geben. Selbst Kardinal Reinhard Marx schwärmt von seinem Namensvetter, dem Theoretiker des Kommunismus. Warum hat Deutschland die Schrecken der Versuche vergessen, marxistisches Denken zu verwirklichen? Weiterlesen


Knabe: „Die alten Eliten sind nicht abgetreten“

Im Interview mit dem "Kolpingmagazin" erklärt der Historiker Hubertus Knabe, was bei der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 schief gelaufen ist - und welche Folgen dies bis heute hat.

Im Interview mit dem „Kolpingmagazin“ erklärt der Historiker Hubertus Knabe, was bei der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 schief gelaufen ist – und welche Folgen dies bis heute hat.

Hubertus Knabe ist Germanist, Historiker und promovierter Politikwissenschaftler. Von 1992 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin. Er leitete 18 Jahre lang die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen.

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Was wir über die DDR-Diktatur immer noch nicht wissen

Heute vor 25 Jahren wurden die Stasi-Akten geöffnet. Ein Gespräch der „Augsburger Allgemeinen“ über das Vergessen und letzte DDR-Geheimnisse.

Hubertus Knabe kämpft gegen das Vergessen. Er leitet die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. In der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi lebt die Erinnerung an das DDR-Regime weiter. Seit genau 25 Jahren haben Bürger das Recht, ihre eigenen Stasi-Unterlagen einzusehen. Für Knabe ist die Aufarbeitung damit aber längst nicht abgeschlossen. Weiterlesen


„Stasi-Leute haben im Parlament nichts verloren“

Der DDR-Experte Hubertus Knabe in der „Süddeutschen Zeitung“ über Gregor Gysis Auftritt im Bundestag, dessen Stasi-Verstrickungen, die Rolle der Linkspartei und warum ehemalige SED-Kader die Gewinner der Deutschen Einheit sind.

Hubertus Knabe ist Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. In seinem Buch „Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur“ zeigt er am Beispiel Gregor Gysis, wie die Verstrickung mit der Stasi im Nachhinein verschleiert wird. Weiterlesen